Was gerade entsteht

Für 2026/27 kristallisieren sich aktuell zwei Projekte heraus: Zum einen wird es unter Franks Leitung eine neue Projektarbeit geben. Zum anderen wird André in (un)regelmäßigen Abständen zu Improvisations-Workshops einladen.

Geplant ist, dass wir uns im April und Mai in den beiden Arbeitsgruppen treffen, uns im Juni/Juli ganz auf die Wiederaufnahme von „Nie wieder. Vor allem auch nicht mit uns“ konzentrieren – danach sind dann erst mal Sommerferien! Und im Herbst geht es dann weiter mit Projektarbeit (Premiere für Januar 2027 geplant) und Impro-Workshops : )

Alle Geheimagent:innen erneut am Start :)

Hauptfrage unseres letzten Arbeitstreffens war: Wollen wir „Nie wieder“ noch einmal spielen oder nicht? Antwort: Natürlich wollen wir. Erstens weil die Inszenierung unserer Meinung nach sowohl in gesellschaftlicher als auch in politischer Hinsicht hochaktuell ist. Und zweitens, weil wir Bock darauf haben, auf der Bühne zu stehen. Zudem gibt es von Seiten diverser Kultureinrichtungen in Münster großes Interesse, das Stück einzuladen, wie Frank und André berichteten. Und deshalb laufen aktuell auch bereits Gespräche mit potentiellen Fördergebern.

Die spannendste Frage war allerdings: Hätten am Ende auch wirklich alle Akteur:innen Zeit, verbindlich bei allen Proben- und Aufführungsterminen dabei zu sein? Und so wie es aussieht, ist es bei mindestens zwei Leuten sehr wackelig, da sie im angepeilten Zeitraum (Juni/Juli 2026) nicht in Münster sind.

Last but not least: Theresa ist seit diesem Jahr unsere offizielle Vertreterin beim Netzwerktreffen „Inklusive Kultur Münster“ und berichtete vom letzten Treffen: Thema war insbesondere die Zukunft des Netzwerks, wenn die aktuelle Förderung Ende 2026 ausläuft. Wie geht es weiter, wer nimmt die Fäden in die Hand und setzt die erfolgreiche Arbeit der vergangenen Jahre fort? Und spannend scheint in diesem Frühjahr übrigens insbesondere das Projekt „10 ½ Wochen“ im Kunsthaus Kannen auf dem Alexianer-Campus zu sein.

Wir sind wieder da :)

Zum ersten Mal seit der letzten „Nie wieder“-Vorstellung im Oktober 2025 ist gestern das Ensemble wieder zusammengekommen. Viele vertrauten Gesichter in neuer Umgebung – denn wie berichtet, mussten wir unser Domizil der vergangenen fünf Jahre in Haus 26 verlassen und sind auf dem LWL-Gelände in Raum 007 umgezogen. Unterirdisch gelegen, dunkel, ein bisschen verwinkelt — wir haben uns ehrlich gesagt alle ein bisschen wie Geheimagenten gefühlt.

Nach vielen großen Umarmungen, einer heißen Tasse Tee bzw. Kaffee sowie einem leckeren Stück Brownie wurde direkt angepackt: Aufräumen, Regale auswischen, Müllberg im Flur kreieren, Möbel schleppen, gemütliche Sofaecke einrichten – und dann endlich eine halbe Stunde gemeinsam abhängen und besprechen, wer die Tage loszieht, um ein paar Pflanzen zu kaufen, damit sich der neue Raum so schnell wie möglich ein bisschen mehr nach uns anfühlt.

Nächste Woche geht’s weiter mit der Planung unserer Wiederaufnahme.

„Das schönste Kellerloch der Welt“

Im Keller von Haus 17 auf dem LWL-Klinikgelände hat das Eintopftheater einen weiteren Psychiatrie-Schatz gefunden: Unter dichten Spinnweben, mit viel Glitzer und Staub bedeckt lag der seit vielen Jahren ungenutzte Raum „007“ verborgen – ein ehemaliger sozialer Treffpunkt des Wohnverbunds.

Timo Siebert, kaufmännische Direktor der LWL-Klinik Münster, gab den Raum frei, das Team Technik der Klinik half bei der Entrümpelung und schraubte neue Leuchten unter die Decke – und gemeinsam mit unserem Ensemble haben wir alle Couches von unserer Theaterstation in Haus 26 gerettet und uns einen Kaffee gekocht… Fertig ist das neue Basiscamp! Damit ist unser Ensemble ins wohl „schönste Kellerloch der Welt“ (Zitat Edith) gezogen und flutet den Raum jetzt mit Gesellschaftsspielen, Topfpflanzen und ersten Gedanken zum neuen Theaterprojekt in 2026.

Spontanes Ensembletreffen zum Jahresauftakt

Am Dienstag, den 20. Januar, hat der Vorstand des gemeinnützigen Vereins „Eintopf“ alle Bühnenakteur:innen des Eintopftheaters aus den vergangenen Jahren spontan zu einem Jahresauftakttreffen eingeladen. Rund die Hälfte der Beteiligten konnte es einrichten, sodass etwa zwanzig Personen bei Kaffee und Kuchen, Kaltgetränken und Knabbereien in der B-Side zusammenkamen und die Gelegenheit nutzten, gemeinsam zurückzublicken, sich auszutauschen und den Gewinn des Antistigma-Preises der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde zu feiern.

Eintopf sortiert sich – ein paar Worte zu unserem Supervisionsprozess

Im Herbst 2025 haben die vier Macher:innen von Eintopf einen Supervisionsprozess initiiert. Anlass war der Wunsch, nach fünf intensiven Jahren gemeinsam innezuhalten und sich über Rollen, Aufgaben sowie die erforderliche zukünftige Form der Zusammenarbeit klarer zu werden.

Begleitet und moderiert wurde der gesamte Prozess von Supervisorin Tine Bargstedt der Projektschneiderei Hamburg. In mehreren Sitzungen zwischen Oktober und Dezember wurde zunächst getrennt gearbeitet – sowohl die Vorständinnen als auch die Projektleiter unter sich – bevor Anfang Januar die Ergebnisse in einer gemeinsamen Sitzung zusammengeführt und besprochen wurden.

Wir suchen neue Räume!

Es ist soweit! In wenigen Wochen wird unser künstlerisches Zuhause – Haus 26 auf dem Gelände der LWL-Klinik Münster – geschlossen. Hier haben wir in den vergangenen fünf Jahren geprobt und unsere Stücke zur Aufführung gebracht, zudem gab es im Erdgeschoss ein kleines Büro, in dem wir unsere Ideen entwickeln und Konzepte schreiben konnten.

Das heißt: Ab sofort sind wir auf der Suche nach neuen Räumen in und um Münster, damit wir unsere Arbeit fortsetzen können. Wichtig ist uns vor allem, dass unsere neue Bleibe öffentlich gut zu erreichen und barrierefrei zugänglich ist. Sie muss nicht perfekt renoviert oder in einwandfreiem Zustand sein – wichtig ist vielmehr, dass sie so beschaffen ist, dass wir mit ein paar Handgriffen ein neues Zuhause für unsere Teilnehmer:innen einrichten können.

In diesem Sinne unsere Bitte an euch: Wenn ihr eine Idee habt, wo wir unterkommen könnten – sei es ein leerstehender Raum, ein ehemaliges Ladenlokal, ein Probenraum oder ein Ort, den man vielleicht erst auf den zweiten Blick als Theaterraum erkennt – meldet euch bei uns. Danke : )

Eintopf gewinnt Antistigma-Preis

Wir freuen uns über den Gewinn des Ulrike-Fritze-Lindenthal-Antistigma-Preises der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN), die größte deutsche medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft auf dem Gebiet der psychischen Gesundheit.


Vertreter:innen der LWL-Klinik Münster und des Eintopftheaters bei der Preisverleihung am 26.11.2025 im CityCube Berlin. Von links nach rechts: Jörg Norden (Oberarzt), Dorothee Pott (Oberärztin), André Voss (Projektleiter), Frank Röpke-Kolar (Projektleiter), Dorothea Sauter (Leitung Pflegeentwicklung, Präsidentin DFPP), Patricia Ohrmann (Ärztliche Direktorin), Verena Meyer (Vorständin des gemeinnützigen Vereins „Eintopf“), Yvonne Elling (ebenfalls Vorständin des Vereins „Eintopf“). Fotorechte: DGPPN, Claudia Burger.

In der Laudatio heißt es unter anderem:

„Im Theaterprojekt wird deutlich, welche Kraft entsteht, wenn Kunst und Inklusion sich verbinden. Dieses Projekt leistet einen spürbaren Beitrag zur Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen. Mit politischem Mut, hoher Aktualität der Inszenierungen und fest verankerter regionaler Verwurzelung schafft das Eintopftheater einen Raum, in dem Menschen unterschiedlichster Hintergründe gemeinsam gestalten und berühren.“ 

(Die gesamte Laudatio gibt es unter https://www.dgppn.de/preise/ulrike-fritze-lindenthal-antistigma-preis.html.)

Wir danken allen Theaterkolleg:innen und Bühnenakteur:innen, die uns in den vergangenen Jahren das Vertrauen geschenkt und an unseren Projekten mitgewirkt haben, der LWL-Klinik Münster für Infrastruktur (Büro-, Proben und Aufführungsräume) und Pressearbeit, unseren Förderern (insbesondere Soziokultur NRW und Diversitätsfonds NRW) sowie allen Kolleg:innen, die sich mit uns im Kultur-Inklusive-Netzwerk Münster organisieren.