„Eine Reise jenseits der Fassade des ‚Normalen'“

Wolfgang A. Müller schreibt in den Westfälischen Nachrichten unter der Überschrift „Bekömmliches Miteinander“, dass sich unsere neue Produktion „Die geheime Zutat“ „humorvoll mit ernsten Themen wie psychischen Problemen und Erfahrungen von Kontrollverlust auseinandersetzt.“ Dazu habe das inklusive Ensemble „in der früheren akutpsychiatrischen geschlossenen Abteilung der LWL-Klinik Münster und auf dem unmittelbar umliegenden Gelände“ einen „inklusiven szenischen Parcours eingerichtet.“

„Eine Lesung authentischer, durchaus auch sarkastischer Erlebnisberichte stimmt die Anwesenden auf eine Reise jenseits der Fassade des ‚Normalen‘ ein.“ Und so warten die Zuschauenden kurz darauf „im Café auf die bevorstehenden Abenteuer, die das Team um die Theaterpädagogen André Voss und Frank Röpke-Kolar und ihre Regieassistenz Marina Benkner ausgeheckt hat.

Eine Stunde später haben sich die Reisegruppen viel zu berichten: Wie der Flur für das Team der ‚Drückeberger’ zu einer Felsenkluft wurde, durch die sie sich abseilten und auf den Yeti trafen. Wie die Kegeltour der „Schissbuchsen“ in eine wilde Rollstuhlfahrt im finsteren Wald mündete. Oder wie eine Koryphäe der archäologischen Psychologie (…) ihre Gruppe ein düsteres Spukhaus stürmen lässt, um dort die ‚geheime Zutat‘ für ein bekömmliches, unverstellt angstfreies Miteinander zu bergen. Die ergänzt sich in der Tat vorzüglich mit den Beutestücken der anderen und wird in heiterer Stimmung gemeinsam verzehrt.“

Sprechchor gegen Rechts

Liebe Leute, ganz kurz, denn eigentlich sind wir mitten im Premierenfieber. Aber uns erreicht soeben die Nachricht von Seiten der LAG Soziokultur NRW, dass unser Projekt für 2025 gefördert wird und somit stattfinden kann.

Deshalb der Aufruf an euch: Wir bilden einen Sprechchor gegen den Faschismus. Denn was passiert unter anderem mit psychisch erkrankten Menschen, wenn demokratiefeindliche Parteien die Regierung stellen?

Von daher meldet euch, wenn ihr Lust auf politisch motiviertes (Eintopf)Theater habt und euch auf der Bühne synchron mit anderen bewegen und (mit eigenen Texten) artikulieren wollt. Eine kurze Nachricht an uns kostet nichts, wir erzählen euch dann am Telefon oder beim unverbindlichen Auftakttreffen am 18. März um 19 Uhr mehr. Übrigens gemeinsam mit Sarah Giese, die unser Leitungsteam bei diesem Projekt komplettiert.

Sagt es weiter – denn umso mehr Leute auf der Bühne, umso besser : )

Fortbildung Inklusives Theater

Frank und André gastieren am kommenden Wochenende am „Institut für Theaterpädagogik“ in Dortmund. In einem zweitägigen Workshop vermitteln sie „Arbeitsmethoden für die inklusive Theaterarbeit mit psychisch erkrankten Menschen“. Dabei geben sie Einblicke in das Tätigkeitsfeld des Eintopftheaters und erläutern Arbeitsweisen zur Entwicklung von kleinen Theaterszenen und abendfüllenden Inszenierungen.

Die Fortbildung startet am 11. und 12. Januar 2025 jeweils um 10 Uhr und endet um 17:30 Uhr. Wer dabei sein möchte, kontaktiert am besten das sehr charmante Team von Raum 17. Vielleicht sieht man sich also – wir freuen uns!

Save the date!

Liebe Leute,

endlich steht unser Premierendatum fest. Es ist der 13. Februar 2025 geworden, ein Donnerstag. Weitere Vorstellungen gibt es am darauffolgenden Samstag (15.2.) und Sonntag (16.2.). Voraussichtlich geht es am Donnerstag und Samstag jeweils um 19 Uhr, am Sonntag um 16 Uhr los. Das überprüfen wir in diesen Tagen noch einmal und dann stellen wir euch die Slots zur Kartenreservierung wie gewohnt auf der Produktionsseite online.

Titel der neuen Produktion ist übrigens “Die geheime Zutat“. Erste Infos, worum es geht und wer mitwirkt findet ihr hier.

Viele Grüße und vor allem: Frohe Festtage!
Euer Ensemble des Eintopftheaters

5.000 Euro Spende von der NRW Bank

Wir hätten nie gedacht, dass wir auf unsere Homepage mal das Foto eines Bankhauses veröffentlichen, aber jetzt ist es soweit: Die NRW Bank spendet dem Eintopftheater 5.000 Euro zur Unterstützung unserer inklusiven Arbeit!

Wir sagen „danke“ und werden uns nun damit beschäftigen, wie wir das Geld am Nachhaltigsten in die Entwicklung des gemeinnützigen Vereins „Eintopf“, zum Beispiel in eine Ausweitung unseres Tätigkeitsspektrums, investieren.

Gastspiel in Frankfurt

Wir haben es geschafft! Unsere Produktion „Wie klingt dein Leben?“ ist in Frankfurt. In diesem Augenblick steht André im Haus am Dom und verteilt Kopfhörer an das internationale Publikum von „Kidstime“, einem Projekt, das Kinder psychisch erkrankter Eltern dazu befähigt, mit ihrer Situation umzugehen.

Die Rückmeldungen sind überwältigend positiv und treffen den Kern unseres Anliegens, nämlich psychische Krankheiten zu entstigmatisieren. Besonders die Kolleg:innen aus Barcelona scheinen sehr angetan zu sein – in einem ersten Statement haben sie André dazu eingeladen, doch sofort nach Spanien zu kommen und die Arbeit dort zu präsentieren.

Das wissenschaftliche Modellprojekt „Kidstime“, das vom Bundesministerium für Gesundheit gefördert wird, wurde in den späten 1990er Jahren von Dr. Alan Cooklin und seinem Team in London entwickelt. Seit 2015 gibt es Kidstime-Workshops auch in Deutschland, seit 2017 mit eigener Ausbildungsmöglichkeit, und für 2025 ist ein Workshop-Angebot in Münster in Planung.